Es war Freitagmorgen, der 14. Juli, kurz vor 7 an der Kotel, der uralten Tempel-Gebetsmauer in Jerusalem.

Umgeben von hunderten in der kühlen Morgenluft betenden Juden, betete auch ich und war bald fertig. Ich las die Anliegen mehrerer hundert Freunde weltweit, die uns mit der Bitte um Fürbitte kontaktiert hatten. Es war eine Freude dort zu sein, an dieser von König Salomon erbauten uralten und heiligen Stätte, inspiriert zu werden vom gemeinsamen Chorus des Lobes, nach 3000-jähriger Sitte der Juden.

Die Umgebung wurde erschüttert vom plötzlichen Trampeln schwerer Schritte. Wir alle blickten auf und sahen Dutzende bewaffneter Polizisten und Sicherheitspatrouillen die hölzerne, an den Platz angrenzende, Rampe hinaufrennen. Offensichtlich geschah etwas Schreckliches auf dem Tempelberg.

Das ging einige Minuten lang so. Sirenen heulten, als zahlreiche Polizei- und Sicherheitsfahrzeuge mit blinkenden Blaulichtern die an der Altstadt entlangführende Straße hinunter rasten.

Ich ging zu meinem Auto zurück und wartete auf eine Lücke in der Kolonne von Polizeiwagen, um nach Hause zu fahren. Die Altstadt wurde abgeriegelt, und keiner wurde hereingelassen, weder mit dem Auto, noch zu Fuß.

Im Laufe des Vormittags erfuhr ich, dass 3 arabische Männer aus Umm el Fahm in Nordisrael einige Polizisten aus dem Hinterhalt an einem der Altstadttore angegriffen und 2 von ihnen getötet hatten. Es wurde Alarm ausgelöst, und die Polizei hatte die Verfolgung aufgenommen. Schließlich wurden die Terroristen in einer Schießerei auf dem Tempelberg getötet, unmittelbar oberhalb der Stelle, an der ich gebetet hatte.

Die palästinensisch-arabischen Nachrichtenmedien verloren keine Zeit, die Terroristen zu Märtyrern zu erklären, und machten Israel, getreu ihrer Linie, für die Schießerei verantwortlich. Unerwähnt blieb jedoch die tägliche Anstiftung zu genau solchem Terror durch die von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) kontrollierten Medien.

Daher verwunderte es nicht, dass es in den darauffolgenden Wochen Nachahmer-Angriffe gab.

Weise verbot der israelische Ministerpräsident zur Beruhigung der Gemüter 3 Tage lang jeglichen Zutritt zum Tempelberg. Doch dem sollte nicht so sein. Als man den Tempelberg wieder freigab, waren zusätzliche Metalldetektoren installiert worden, die jeder passieren muss – wie die, welche Muslime passieren müssen, wenn sie nach Mekka in Saudi-Arabien pilgern oder wie die, welche jüdische Besucher seit Jahrzehnten passieren müssen, wenn sie auf den Platz vor der Kotel wollen.

Die Muslime wollten nichts dergleichen. Sie weigerten sich, kontrolliert zu werden und beschlossen, stattdessen in den Straßen außerhalb des Bereiches zu beten. Von ihren Imamen angespornt zu „Tagen des Zorns“, folgten gewaltsame Proteste. Palästinensische religiöse und politische Führer stachelten zur Eskalation des Protestes an. Staatschefs aus aller Welt setzten den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu unter Druck, einzulenken und die Metalldetektoren zu entfernen.

Die unwiderstehlichen Belohnungen für den Terror

Während desselben Zeitraums gab es zahlreiche Berichte, der PA-Präsident Mahmoud Abbas weigere sich, regelmäßige Geldflüsse für die Familien getöteter, oder in Israel inhaftierter, Terroristen zu stoppen. Die Zusicherungen ignorierend, die Abbas dem US-Außenminister, Rex Tillerson, im Mai gegeben hatte, schwor Abbas, er würde nie aufhören, Terroristen Geld zu zahlen. Im Jahresbudget 2017 erhöhte die PA de facto die Bezüge für inhaftierte Terroristen um 14 %. Sie stellte US$ 355 Millionen bereit, viel davon von internationaler Hilfe, um gezielt den Terror zu finanzieren. (Palestinian Media Watch, 19.07.17)

Die Praxis, Terroristen zu sponsern, begann 1964 und ist ein großer Motivator für Gewalt. Palästinensische Araber werden dazu gedrängt, Verbrechen gegen Juden zu verüben, wissend, dass sie oder ihre Familien monatliche „Renten“ bekommen.

Das Transkript eines israelischen Polizeiverhörs des Terroristen Khaled Rajoub ist erhellend:

Polizeibeamter: „Warum haben Sie beschlossen, Soldaten zu töten und nicht jemand Anderen?“
KR: „Es ist das Beste, Soldaten zu töten. Denn sie haben Waffen und werden auf mich schießen und mich töten. Aber wenn ich es nicht schaffe, Soldaten zu töten, versuche ich es mit Siedlern, Wachleuten – mit anderen Worten mit einem jeglichen, israelischen Ziel – das Wichtige dabei ist, dass ich sterbe und dass sie mich töten, damit meine Kinder einen [PA-]Unterhalt bekommen und so sorglos leben können.“

Polizeibeamter: „Sind Sie immer noch entschlossen, das zu tun?“
KR: „Natürlich, zu 100 %. Ich sage Ihnen, wenn Sie mich freilassen, werde ich es so bald wie möglich wieder tun. Ich werde ein anderes Auto nehmen, werde [Soldaten] am ersten Militärposten überfahren, den ich sehe. Ich werde so viele wie möglich töten. Und sie werden auf mich schießen, und ich werde sterben. Es gibt keine andere Lösung.“

Polizeibeamter: „Möchten Sie etwas hinzufügen?“
KR: „Nein, Allah segne Sie. Aber ich sage es Ihnen nochmals: Ich bereue nicht, was ich getan habe, und wenn ich die Gelegenheit habe, werde ich es wieder tun, und ich werde Soldaten töten, oder jeden Israeli, der mir über den Weg läuft.“
(PMW, 10.07.17)

Diplomaten und Touristen kommen in Scharen nach Israel

Während sich der Nahost-Kessel überhitzte, wie dies regelmäßig der Fall ist, zeichneten andere Nachrichten ein rosigeres Bild:

Israels Tourismus ist ungebrochen und übersteigt alle vorherigen Rekorde. Die Hotels und touristischen Stätten sind voll.

Die internationale Zusammenarbeit boomt. Diplomatische Kontakte florieren, der kommerzielle Handel gedeiht.

Indian Prime Minister Narendra Modi lays wreath at the Indian cemetery in Haifa, Israel, on July 6.
Ministerpräsident Narendra Modi legt am 06.07.2017 einen Kranz am indischen Friedhof in Haifa nieder

In einer Abkehr von Jahrzehnten der Feindschaft hat der indische Ministerpräsident Narendra Modi Israel einen historischen und sehr warmherzigen Besuch abgestattet, den ersten, von einem Land mit 1,3 Milliarden Menschen. Weiteres Stirnrunzeln erntete er, als er bei seiner Reise den Kontakt mit der PA mied.

Es finden ständig Besuche von Staatsoberhäuptern aus Afrika, Asien und Osteuropa statt, erkennbar am steten Wechsel ausländischer Flaggen an den zum Regierungszentrum führenden Hauptstraßen in Jerusalem.

Obwohl noch geheim gehalten, gibt es andauernde Kontakte mit den arabischen Golfstaaten, insbesondere mit Saudi-Arabien, um Sicherheitsinteressen zu diskutieren. Die sunnitisch-arabischen Staaten fühlen sich vom Säbelrasseln des schiitischen, iranischen Regimes bedroht. Die sunnitischen Länder, obwohl öffentlich noch immer kritisch gegenüber Israel, sehen den Vorteil einer Kooperation mit Israel.

Operation Nächstenliebe

Und wie reagiert der jüdische Staat auf die Gewalt, die er durch die Hände von Arabern und Muslimen seit 1948 als moderne Nation und seit Jahrhunderten als jüdisches Volk erleidet?

So wie immer! Indem er ein Segen für den „Feind“ in großer Not ist.

Seit August 2016 hat Israel zum Beispiel 110 Hilfsoperationen durchgeführt, jeden dritten Tag eine, um der kriegsgeschüttelten, syrischen Bevölkerung zu helfen. In dieser Zeit wurden hunderte Tonnen humanitärer Hilfsgüter an die 200.000 Einwohner syrischer Dörfer entlang der israelischen Grenze geliefert. Medizinische Hilfe, Wasser, Strom, Bildung und Lebensmittel wurden gegeben, sagte der Sprecher der israelischen Armee, Brigade-General Yaniv Ashur, am 19. Juli dieses Jahres. (Jerusalem Post, 19.07.17)

Bisher wurden den syrischen Zivilisten 360 Tonnen an Lebensmitteln, 456.000 Liter Benzin, 100 Tonnen Kleider, 12 Tonnen Schuhe, plus Stromgeneratoren und mobile Karawanen für Kliniken oder Klassenräume, gegeben.

Sogar 12.000 Pakete Säuglingsnahrung und 1800 Pakete Windeln wurden gespendet. Zerstörte Wasserleitungen wurden durch 600 m israelische Rohre instand gesetzt, um Wasser für 5000 Dorfbewohner zu liefern.

Über 3000 kranke und verletzte Syrer wurden seit 2013 behandelt, ein Drittel davon Kinder. Wöchentlich kommt eine Busladung kranker Kinder zur Behandlung nach Israel, monatlich kommen 600 mit ihren Eltern. Sie haben chronische Krankheiten und sind regelmäßige Patienten. Sie kehren mit Rucksäcken voller Kleider und Medikamente heim.

Von den Patienten sind 70 % Männer, der Rest sind Frauen und Kinder. Ob Zivilisten oder Kämpfer, sie alle werden zu ihrem Schutz anonym behandelt. Wenn nötig, werden sie für die Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Derzeit wird ein neues Feldkrankenhaus innerhalb Syriens gebaut mit Platz für 18 Ärzte, die bis zu 500 Patienten täglich behandeln können.

Für Israel ist dies die „Operation Nächstenliebe“. Israel ist dem verpflichtet, auch wenn seine eigene Hauptstadt von Terror heimgesucht wird. Für Juden, wie für Christen, ist es ein fundamentales biblisches Prinzip, den Notleidenden zu helfen, selbst wenn man jene das Hassen lehrte.

– Red.