Es mag ein paar Schurkenstaaten geben, doch sicher kann man den 191 Ländern, die in den Vereinten Nationen repräsentiert sind, vertrauen, dass sie die Menschenrechte, den Frieden und einen menschlichen Umgang miteinander fördern, oder?

Die UN-Generalversammlung verabschiedete letztes Jahr 20 Resolutionen, die Israel für angebliche Rechtsverletzungen verurteilten. Die meisten davon befassten sich mit Israels Präsenz im biblischen Judäa und in Samarien (der so genannten Westbank). Doch wie steht es um Landkonflikte in anderen Ländern?

Im März bezeichnete der UN-Generalsekretär Ban-Ki moon die westliche Sahara als durch Marokko „besetzt“. Als er damit für regionale Aufregung sorgte, entschuldigte sich sein Büro binnen weniger Tage, und er nahm seine Äußerung zurück.

Und wie viele Resolutionen wurden gegen die anderen 190 Nationen in der UNO verabschiedet? Letztes Jahr in Summe 3. Nur 3. In Syrien wurden eine halbe Million Bürger umgebracht, 12 Millionen sind Flüchtlinge, wie auch Tausende im Irak, und die UNO schweigt dazu.

Doch Christen sind die meistverfolgte Gruppe in muslimischen Ländern. (Juden wurden bereits vor Jahrzehnten getötet oder vertrieben.) In Ägypten, dem Irak, Libyen, Nigeria und Syrien begeht man Völkermord. Zu Tausenden werden christliche Männer ermordet, Frauen und Töchter als Ehefrauen und Sex-Sklavinnen verkauft, Kinder als Sklaven. Die Christen werden geköpft, verbrannt und gekreuzigt.

Trotzdem sind es diese Überlebenden, die am wenigsten Schutz in Europa und Nordamerika finden. Bei den Einwandererzahlen sind sie stark unter-repräsentiert – und werden selten erwähnt bei der UNO.

Der UN-Menschenrechtsrat ignoriert die Menschenrechte. Dessen Vorgänger-Gremium wurde vor 70 Jahren in Genf gegründet, um allen gewisse Freiheiten und die Menschwürde zu garantieren.

Doch so sieht die Situation heute aus:

In China wird 1,3 Milliarden Menschen die Rede-, Versammlungs- und Religionsfreiheit verweigert.

In Russland werden Dissidenten verhaftet, ja sogar ermordet. Und in Georgien und in die Ukraine ist man einmarschiert.

In Saudi-Arabien werden Frauen unterdrückt, und Enthauptungen erreichen ein Rekordniveau.

In Algerien gibt es Folterungen,

im Kongo Sklavenarbeit,

Anschläge auf Dissidenten in Kuba,

Missbrauch von Gastarbeitern in Katar,

Inhaftierungen von demokratischen Politikern in Venezuela

und willkürliche Verhaftungen in Vietnam.

Der UN-Menschenrechtsrat hat absolut gar nichts gegen einen dieser Rechtsbrüche in den letzten 10 Jahren getan. Er hat 67 Resolutionen gegen Israel verabschiedet, doch nur 61 in Summe gegen den Rest der Welt.

Schlimmer noch, diese Länder wurden als Mitglieder des Menschenrechtsrates gewählt! 62 % der 47 Ratsmitglieder sind nicht demokratisch.

Hillel Neuer von UN Watch hat angemerkt, dass Mary Shelley 1818 in einer Villa oberhalb des Genfer Sees die Geschichte von Frankenstein schrieb. Das war Fiktion. Doch an den Ufern des Genfer Sees befindet sich heute ein wahres Monster, der Hauptsitz des UN-Menschenrechtsrates.